Terminal Hirtshals in Dänemark

Seit 2010 fährt die Smyril Line mit der Norröna aus Nordjütland nicht mehr von Hanstholm, sondern von Hirtshals ab.

Hirtshals ist eine dänische Hafenstadt im Nordwesten Jütlands, die seit der Kommunalreform 2007 zur Hjørring Kommune gehört. In der 88 km² großen Stadt leben 6028 Einwohner. Zwei der wichtigsten Wirtschaftszweige bilden der Tourismus sowie das Gewerbe rund um den Hafen, der auch diese Fährlinie beheimatet.

Im 16. Jahrhundert war auf holländischen Seekarten der Name Hartzhals (Hirschhals) verzeichnet, da die Seeleute im Höhenzug, auf dem heute der Leuchtturm steht, eine Ähnlichkeit mit dem Hals eines Hirsches sahen. Nach der Fertigstellung des Leuchtturms im Jahr 1863 verdrängte der Name Hirtshals die alte Bezeichnung des kleinen Fischerdorfes, Lilleheden, das nach dem gleichnamigen Hof benannt wurde.

Der Fischereihafen ist mit 200 registrierten Fischereischiffen der zweitgrößte Dänemarks; etwa 90 % des hier angelandeten Fisches gelangt in den Export. Der Hafen hat aber auch Bedeutung als Verkehrshafen, unter anderem bestehen Fährverbindungen nach Norwegen (Color Line und Fjord Line) sowie zu den Färöer-Inseln und nach Island mit der Smyril Line. Die Verbindung Hirtshals - Kristiansand zählt zu den wichtigsten Fährverbindungen zur Skandinavischen Halbinsel.

Direkt am Hafen befindet sich eine von den Künstlern Dorte Dahlin und Mogens Møller gestaltete Treppe mit einem Lichtschacht aus gefärbtem Glas. Ein wichtiges Standbein von Hirtshals ist der Tourismus. So ist die Stadt Standort des maritimen Museums Nordsee Ozeanarium, zu dem das größte Meerwasseraquarium Europas gehört. Eine Seltenheit war der dort zu besichtigende Mondfisch, der jedoch bei einem Brand im Museum am 16. Dezember 2003, bei dem das Meerwasseraquarium zerstört wurde, ums Leben kam. Am 22. Juli 2005 wurde das Ozeanarium nach anderthalb Jahren wieder eröffnet. Während das alte Betonbecken erhalten werden konnte, mussten die meisten Scheiben neu poliert werden. Zwei neue Mondfische bevölkern inzwischen wieder das Meeresaquarium des Fährschiffhafens.

Eine weitere Attraktion ist die sieben Kilometer südlich gelegene Dysse von Tornby, die der nördlichste Dolmen in Dänemark ist. Ein Dolmen ist ein in der Regel aus großen, unbehauenen oder behauenen Steinblöcken errichtetes Bauwerk, das zumeist als Grabstätte diente.

Der vom Architekten N.S. Nebelong entworfene Leuchtturm von Hirtshals wurde 1863 gebaut. Der Hirtshalser Leuchtturm erinnert vom Bau her sehr an den Skagener Leuchtturm, da Nebelong beide Türme gezeichnet hat. Das Gebäude hat 144 Treppenstufen und eine Leuchthöhe von 57 Metern. Wenn man die 144 Stufen zur Plattform hinauf steigt, hat man eine weite Aussicht über die Stadt und ihre Gegend mit der Tannisbucht in nördlicher Richtung und dem Rubjerg Knude in südlicher Richtung. Ein festes weißes Licht mit einem kräftigen Blinkzeichen wird von dort alle 30 Sekunden ausgestrahlt.

(Text teilweise aus Wikipedia)

Zum Seitenanfang