Terminal Seydisfjördur auf Island

Der Fjord Seyðisfjörður  ist vom Meer bis zum Ende mit dem gleichnamigen Ort insgesamt 17 km lang. Dort liegt der Ort umgeben von den Bergen Bjólfur und Strandatindur. Weiter landeinwärts erstreckt sich ein Tal und der Fluss Fjarðará strömt über unzählige Wasserfälle in den See Lón.

Am Fluss entlang aufwärts verläuft die Straße zum Hérað. Sie ist 26 km lang und überquert die Hochebene Fjarðarheiði. Früher war dies eine schwierige und zuweilen gefährliche Wegstrecke, heute fährt man sie auf guter Straße in einer knappen halben Stunde. Von der Höhe herab hat man eine wunderschöne Aussicht. Die Stafir genannte Wegstrecke von der Berghöhe hinab zum Ort Seyðisfjörður gehört zu den eindrücklichsten Passrouten Islands.

Seyðisfjörður gilt als einer der schönsten Orte Islands, und das nicht nur wegen seiner einzigartigen Lage, sondern auch, weil es nirgends so viele gut erhaltene alte Häuser gibt wie hier. Wie so viele andere Orte wurde auch Seyðisfjörður von ausländischen Kaufleuten, vor allem Dänen im 19. Jahrhundert gegründet. Entscheidend für das Aufblühen des Ortes wurde dann der Heringsfang der Norweger in den Jahren von 1870 bis 1900. Damals entstanden viele Kais an denen der Hering in Tonnen gesalzen wurde, und in wenigen Jahren verwandelte sich die kleine, bäuerliche Siedlung in einen höchst aktiven Handelsplatz, der 1895 die Handelsrechte erhielt.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelten die Norweger eine neue Technik im Baugewerbe. Sägemühlen produzierten nun serienmäßig Material für Fertighäuser, welche in die ganze Welt verschickt werden konnten. Solche Häuser errichteten sie auch in diesem Ort. Viele dieser Häuser sind erhalten geblieben und geben Seyðisfjörður den Flair eines Städtchens der vorletzten Jahrhundertwende.

Seyðisfjörður hat jetzt 750 Einwohner. Die meisten sind im Fischfang und in der Fischverarbeitung beschäftigt, aber auch in der Metallverarbeitung sind seit jeher viele Leute tätig. Der Tourismus hat ständig zugenommen, denn der Ort mit seinen schönen, alten Häusern und die großartige Natur ringsum laden zum Verweilen ein.

Die große Passagier-und Autofähre Norröna, die seit einem Vierteljahrhundert zwischen dem Kontinent und Island verkehrt, legt im Sommer jeden Donnerstag, im Winter jeden Dienstag in Seyðisfjörður an. Ihr regelmäßiges Kommen hat dazu beigetragen, die internationale Stimmung, die für den Ort seit jeher typisch war, zu erhalten.

 

 

 

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