Caledonian MacBrayne (Calmac) an der Westküste von Schottland: Small Isles: Mallaig - Eigg - Muck - Rum - Canna

Diese Caledonian MacBrayne (Calmac) Fähre verbindet die Hafenstadt Mallaig in Ardnamuchan westlich von Fort William in den Highlands an der Westküste von Schottland mit den "Small Isles" Eigg, Muck, Rum und Canna. Diese kleinen Inseln der inneren Hebriden sind nur sehr gering besiedelt und bieten dem Touristen nur wenig Infrastruktur. Deshalb werden die Caledonian MacBrayne (Calmac) Fähren auch fast nur von Einheimischen genutzt.

Allgemeines Eigg und Muck

Eigg ist eine der „Kleinen Inseln“, die zu den schottischen Inneren Hebriden gehören. Sie hat eine Bevölkerung von rund 85 Personen (Stand 2008). 1997 wurde die Insel von den Einwohnern gekauft.

Die größte Siedlung auf Eigg ist Cleadale an der Nordküste. Es ist bekannt für seinen Quarz-Strand, der wegen der Geräusche, die erklingen, wenn ein Mensch über den trockenen Strand geht, „singender Sand“ genannt wird. Fähren fahren von Galmisdale an der Südküste nach Canna, Rum und Muck und nach Mallaig auf dem Festland. In Galmisdale befindet sich auch das Gemeindezentrum der Insel.

Das Zentrum der Insel bildet ein Plateau mit einem Moor, das sich fast 400 Meter hoch erhebt. In An Sgurr (394 m), dem höchsten Berg der Insel, befindet sich ein bedeutendes Pechsteinvorkommen.

Das Kloster von Kildonan wurde durch St. Donan begründet, einen Schüler Kolumbans. St. Donan erlitt hier 618 das Martyrium. Im Mittelalter gehörte die Insel dem Clan Ranald MacDonald. Im Zuge einer Fehde mit den MacLeods wurde Ende des 16. Jahrhunderts die gesamte Bevölkerung getötet.

Die Insel hat mit der Cathedral Cave und der Massacre Cave zwei Höhlen.

Der gälische Name Eige ist der Genitiv von Eag (deutsch: Einkerbung, Bodensenke) und bezieht sich wahrscheinlich auf die Gestalt des Berges An Sgurr oder auf das große Tal, das sich quer über die Insel zieht. Die Insel hatte noch einen anderen Namen: Eilean nam Ban mòra (deutsch: „die Insel der großen Frauen“).

Muck ist der Name einer der „Kleinen Inseln“ der Inneren Hebriden von Schottland. Sie ist auch als Isle of Monk bekannt. 2001 lebten 30 Menschen auf Muck. Die größte Siedlung auf der Insel ist Port Mòr; dort befindet sich auch der Hafen.

Fähren verkehren von Port Mòr zu den Inseln Canna, Rum und Eigg sowie nach Mallaig auf dem schottischen Hauptland.

Der höchste Hügel der Insel ist der 137 Meter hohe Beinn Airein. Muck ist bekannt für große Robbenkolonien und für Schweinswale in den umgebenden Gewässern.

Der gälische Name Eilean nam Muc bedeutet „Insel der Wale“. Gelegentlich wird der Name auch als „Insel der Schweine“ gedeutet (muc: Schwein). Das Wort Muc ist hier aber eine Kurzform von muc-mhara (deutsch „Wal“).

Texte: Wikipedia

Allgemeines Rum

Rum ist eine Insel der Inneren Hebriden südlich der Hauptinsel Skye. Die höchste Erhebung der Granitinsel ist der 810 Meter hohe erloschene Vulkan Askival in der Cuillin-Kette. In der Cuillin-Kette sind Platin und seltene Mineralien zu finden.

Rum wurde spätestens im 8. Jahrtausend v. Chr. von Jägern und Sammlern besiedelt. Am Loch Scresort wurde ein Strandlager auf die Zeit zwischen 6500 und 5500 v. Chr. datiert.

Weitere prähistorische Stätten fanden sich bei Kilmory, Papadil und Shellesder, doch ließen sie sich nicht näher datieren.

Ob der Heilige Beccan of Rum († 677) auf der Insel gelebt hat, ist kaum zu erweisen. Aus dieser Zeit stammen vielleicht die einfachen Steinpfeiler bei Kilmory und Bagh na h-Uamha ('bay of the cave'), wo sich normannische Artefakte fanden.

Von 833 bis 1266 besaßen Normannen eine Art Oberherrschaft über die Insel, wobei spätestens ab 1240 der Macsorley-Clan die einflussreichste Gruppe war. Allerdings ist der einzige Beleg für normannische Aufenthalte auf der Insel ein Stück bearbeiteten Elfenbeins von einem Narwal, das bei Bagh na h-Uamh 1940 entdeckt wurde.

Im 13. Jahrhundert gehörte die Insel dem Macruari-Clan, dann kam sie an den Clan MacDonald. 1346 erhielt John of Islay (oder John MacDonald), Lord of the Isles, die Insel, womit sie formal Schottland unterstand. Noch 1625 gab es nur drei Dörfer auf der Insel.

Mitte des 16. Jahrhunderts, gehörte die Insel den MacLeans of Coll. 1588 wurden die kleinen Inseln von Lachlan Maclean of Duart überfallen, dem sich vielleicht hundert Spanier angeschlossen hatten, die nach der Niederlage der Armada versprengt worden waren. Die offenbar fast entvölkerte Insel wurde von Clanranald zurückerobert, blieb aber formal in den Händen der Maclean of Coll. Der heutige (Sir) Lachlan MacLean lebt auf der Insel Mull und ist uns sehr gut bekannt. Bitte schön grüßen.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Insel weniger als Jagdrevier denn als Bauernland genutzt. Schwarzrinder, Fisch, Gerste und Kartoffeln wurden auf das Festland ausgeführt, hinzu kam Schafwolle, die nach Glasgow ging. Das Strandrecht brachte gelegentlich Luxuswaren wie Wein auf die Insel.

Einen Priester besaß die Insel nicht, ebenso wenig eine Kirche. Die Kleidung wurde von den Frauen aus Wolle gesponnen und selbst gewebt, die Schuhe von den Männern hergestellt, die auch Leder gerbten. Dennoch wuchs die Bevölkerung schnell, so dass der heimische Rothirsch (Cervus elaphus) in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verschwand.

1801 existierten neun kleine Dörfer auf der Insel, die zum Teil vom Kelp (eine Art Seetang) lebten.

1825 wurde die Insel an Dr. Lachlan Maclean, einen Verwandten des Hugh Maclean of Coll verpachtet. Innerhalb eines Jahres mussten die etwa 450 Einwohner die Insel verlassen. Am 11. Juli 1826 bestiegen etwa 300 von ihnen die überfüllten Schiffe Highland Lad und Dove of Harmony. Sie sollten nach Kanada, genauer nach Cape Breton in Neuschottland segeln. Für die Kosten der Überfahrt kamen Dr. Lachlan und Maclean of Coll auf. Die verbleibende Bevölkerung folgte 1827 auf der St. Lawrence, hinzu kamen rund 150 Einwohner von Muck, das ebenfalls Maclean of Coll gehörte.

Dieser Exodus war Teil der sogenannten Highland Clearances, der Räumung des schottischen Hochlandes zugunsten der flächendeckenden Einführung der Schafzucht. Die oftmals Deportationen gleichkommenden, meist erzwungenen Auswanderungen begannen im späten 18. Jahrhundert und dauerten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts an. Im Unterschied zur Landflucht initiierten die Gutsherren die Clearances, viele wehrten sich dagegen, das Land ihrer Vorfahren verlassen zu müssen. Lachlan machte aus Rum eine Schafweide für 8000 Tiere, doch geriet die Schafzucht in eine Preiskrise. Lachlan war 1839 bankrott. Ein englischer Geschäftsmann wollte aus der Insel einen Wald für Hirsche machen.

MacLean of Coll verkaufte die Insel 1845 an die Marquess of Salisbury, der daraus eine Jagdsportstätte machte. Von 1870 bis 1888 gehörte sie der Familie Campbell.

Die Insel gehörte von 1891 bis 1939 George Bullough (1870-1939), einem reichen Erntemaschinenbauer aus Accrington in Lancashire, der dort zwischen 1898 und 1901 Kinloch Castle errichten ließ. Als er die Insel erwarb hatte sie 60 bis 70 Einwohner, die allesamt Schafhirten oder Angestellte der Besitzer waren. Bauernhöfe gab es keine. Bullough wurde auf der Insel in einem steinernen Mausoleum unter einem achteckigen Turm begraben. Später wurde er in ein Mausoleum nach der Vorlage eines griechischen Tempels beigesetzt. Als Besitzer folge ihm 1939 sein gleichnamiger Sohn George.
Kinloch Castle

Auf dem Besitz waren etwa 100 Angestellte beschäftigt, darunter 14 Untergärtner, die Kilts trugen. Neben Golf- und Squashplatz bestanden beheizte Schildkröten- und Krokodilteiche, dazu eine Voliere mit exotischen Vögeln und Treibhäuser für Feigen, Nektarinen, Pfirsiche und Trauben. Doch im Laufe der 1920er Jahre begann das Familienvermögen zu schrumpfen, Sir George verlor das Interesse an der Insel. Seine Witwe jedoch besuchte die Insel zuletzt 1954 im Alter von 85 Jahren. Auch sie wurde auf Rum beigesetzt (1967).

1957 erwarb der Rat für Naturschutz (Nature Conservancy Council, heute Scottish Natural Heritage) die Insel von der Bullough-Witwe für 23.000 Pfund.[10] Dieser wandelte Rum in ein Naturschutzgebiet um. 2001 hatte die Insel noch 22 Einwohner.
Flora und Fauna

Zur Fauna der Insel gehören Rotwild, Otter, Robben, Ziegen, Seeadler und Eiderenten. Im Frühsommer brüten etwa 100.000 Schwarzschnabel-Sturmtaucher (Puffinus puffinus) auf der Insel.

Text: Wikipedia

Allgemeines Canna

Canna ist die westlichste der „Kleinen Inseln“, die Bestandteil der schottischen Inneren Hebriden sind. Sie ist 4,5 Kilometer lang. Die Insel gehört dem National Trust for Scotland, der sie als eine Farm betreibt. Sie hat eine überwiegend römisch-katholische Bevölkerung von 19 Personen (Stand Oktober 2006).

Canna ist bekannt für seine zahlreichen Vogelarten, darunter der Schwarzschnabel-Sturmtaucher und der Papageitaucher.

Der höchste Punkt der Insel ist der Càrn a' Ghaill mit 211 Metern; er liegt im östlichen Teil Cannas. Benachbarte Inseln sind Haiskeir of Canna und Sanday.

Fähren zu der Insel kommen vom Festlandshafen Mallaig und fahren weiter nach Rum, Eigg und Muck.

Bis zum 11. November 2006 lief eine Aktion zur Anwerbung neuer Inselbewohner. Canna hatte einst rund 300 Einwohner.

1938 wurde die Insel von Dr. John Lorne Campbell (1906–1996), einem schottischen Historiker und Schriftsteller, erworben. Er vermachte die Insel 1981 dem National Trust for Scotland zusammen mit seinen bedeutenden Archiven in Canna House über schottisch-gälische Lieder und Dichtung, vielen historischen Fotos, Manuskripten und Sprachaufnahmen. Campbell lebte weiterhin in Canna House (eines der zwei großen Häuser der Insel) bis zu seinem Tod. Seine Frau Margaret Fay Shaw, eine amerikanische Musikerin, führte seine Arbeit weiter bis zu ihrem Tod im Alter von 101 Jahren. In Zusammenarbeit mit dem Hebridean Trust sollen diese Archive der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

2012 wurde auf Canna ein sogenannter Cursing Stone (Fluchstein), der Oberstein des Bullaun am Kreuz von Canna entdeckt. Der Stein trägt auf seiner Oberseite ist ein einfaches griechisches Kreuz eingeritzt.


Die Hausratte bedrohte die Vogelwelt, vor allem aber die endemische Canna-Maus. Durch die zunehmend wärmeren Winter hatten sie sich stark vermehrt. 2005 fingen Beauftragte des National Trust for Scotland und der Royal Zoological Society 150 Vertreter dieser Tierart und verbrachten sie in den Zoo von Edinburgh. Danach wurden über 4.200 Fallen aufgestellt, die im Abstand zwischen 50 und 90 Metern das gesamte Innere der Insel abdeckten; außerdem wurden Rattenfänger aus Neuseeland auf die Insel gebracht. Die letzte Ratte wurde im Frühjahr 2006 gesichtet, am 7. Juni 2008 wurde die Insel durch den schottischen Umweltminister Michael Russell offiziell für rattenfrei erklärt. Der Naturschutz-Berater des National Trusts, Richard Luxmore, will jedoch zwei weitere Jahre abwarten, bis er sich dieser Ansicht anschließt. Das Projekt kostete fast 500.000 Pfund Sterling.

Nachdem das Rattenproblem gelöst wurde, leidet die Insel seit den 2010er Jahren unter den Folgen einer sehr großen Kaninchenpopulation. Die Tiere fressen Nutztieren, wie Rindern und Schafen, die Nahrung weg und verursachen diverse Flurschäden. Durch Fallen, Köder und Jagd soll die Population nun auf eine verträgliche Größe reduziert werden.

Text: Wikipedia

Fahrpläne und Preise

Valid from 25 March 2016 to 24 October 2016

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