Land und Leute von Schottland

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Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness

Ist Loch Ness wirklich ein „Jurassic Park“? Gibt es dort ein Monster?

Die Ausstellung Loch Ness 2000 zeigt Ihnen am Loch Ness im Ort Drumnadrochit den Stand der Forschung um Nessie, dem Monster.

Wir hinterfragen die populäre These, dass Loch Ness Monster riesige prähistorische Reptilien sind, weil der See bis vor zwölftausend Jahren von Gletschern der Eiszeit ausgeschürft wurde und damit zu jung ist für Dinosaurier.

Aber Loch Ness ist groß genug, um alle Menschen der Erde aufzunehmen. Vielleicht ist dann auch genügend Platz für Geheimnisse. Seit 1933 wurden einige gut bekannte Fotos von Nessie gemacht. Versuche der sechziger Jahre, diese Bilder zu wiederholen, waren jedoch erfolglos.

Man merkte, dass sich diese Wesen von Loch Ness zu stark von anderen Tieren unterschieden und gar keine echten Tiere sein konnten. Viele Bilder stellten sich aber auch als Fälschungen heraus.

Darüber hinaus ist das Wasser des Loch Ness voll von irreführenden Illusionen und Spiegelungen, die möglicherweise zu dem ursprünglichen Bericht mit dem langen Hals führten.

In den siebziger Jahren begab sich die Suche nach Nessie mit festgezurrten Kameras und Unterseebooten unter Wasser. Einige Aufnahmen wurden zwar gemacht, sie stellten sich jedoch als Wrackteile auf dem Boden des Sees heraus.

Als Teil einer neuen Philosophie wurden die Kreaturen und die Ernährungskette am Seeufer, in 200 Meter Tiefe und im offenen Wasser untersucht. Die einzige Nahrung für das Monster wären Fische, aber davon gibt zu wenige.

In den achtziger Jahren begannen intensive Ultraschall-Untersuchungen im Loch Ness mit der Zählung von Fischen durch Messung des Echos, das von ihrer luftgefüllten Schwimmblase zurückgeworfen wurde. Schallwellen zeichneten die nächtliche Migration junger Fische an die Wasseroberfläche auf. Mit dem Hin- und Herfließen wärmerer Wassermassen durch den See Loch Ness bilden sich riesige Unterwasserwellen. Auch das kann durch Refraktion der Schallwellen irreführen.

In der Tiefe wurden mysteriöse Kontakte verzeichnet und 1987 wurde durch die „Operation Deepscan“ von Adrian Shine ein Schallwellen-Vorhang durch den See gezogen. Drei große Kontakte wurden verzeichnet. Dem Projekt ging das Geld aus und diese Kontakte im Loch Ness konnten nicht weiter untersucht werden.

In den neunziger Jahren wurde die Analyse der Daten von Loch Ness fortgesetzt und folgende Feststellungen getroffen. Loch Ness hat auf andere Weise an Bedeutung gewonnen, denn auf dem Grund des Sees bildet sich eine sedimentäre Zeitkapsel. Durch das R.O.S.E.T.T.A.-Projekt wurden Bohrkerne aus dem Boden des Sees entnommen, die zeigen, das jedes große Ereignis dort Spuren hinterlässt.

Man fand Pollen aus den sich ändernden Wäldern, Holzkohle aus Waldbränden, Glassplitter aus den Vulkanen Islands, Kohlepartikel aus saurem Regen und radioaktive Isotope aus Atomtests und Tschernobyl.

Viel wurde aufgedeckt, dennoch bleibt vieles im Dunkeln. Und was ist mit dem Geheimnis von Nessie? Es bleibt Ihrer eigenen Entscheidung überlassen, ob das Wasser ein Schleier ist, der sich lüften lässt, oder ein Spiegel für Ihre eigene Phantasie. Besuchen Sie die Ausstellung Loch 2000 in Drumnadrochit über Loch Ness und Nessie, dem Monster.

Fotos:
Nessie: Michael Hicks; Wikimedia
Loch Ness: Sarah McGuire; Wikimedia
Adrian Shine: Loch Ness 2000 Ausstellung, Drumnadrochit

Nessie bei Wikipedia
Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessie genannt, soll ein Tier oder eine Gruppe von Tieren sein, die in Loch Ness, einem See in Schottland, in der Nähe der Stadt Inverness leben. Nessie wird normalerweise als Seeschlange bezeichnet, die eine Länge von bis zu 20 Metern haben soll. Sollte Nessie im Loch Ness existieren, so ist sie wahrscheinlich eines der bekanntesten unerforschten, dem Menschen unzugänglichen Tiere (Kryptiden). Weitere mögliche Kryptide sind Bigfoot und Yeti.
Fakten zu Nessie
Fakten zu Nessie, dem Monster vom Loch Ness: Das Wasser ist für Reptilien zu kalt. Amphibien waren immer Süßwassertiere und konnten damit nicht nach der Eiszeit aus dem Meer gekommen sein. Säugetiere hätte man erkannt, da sie zum Atmen an die Oberfläche kommen. Die Ernährungspyramide verdeutlicht, dass es für räuberische Wesen nicht genug Nahrung gibt.
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